Details
ISBN/EAN: 978-8-02-837591-1
Einband: kartoniertes Buch
Weitere Details
Auflage:
1. Auflage 2024
1. Auflage 2024
Erschienen am:
15.05.2024
15.05.2024
Sprache:
Deutsch
Deutsch
Umfang:
200 S.
200 S.
Format (T/L/B):
1.1 x 22.9 x 15.2 cm
1.1 x 22.9 x 15.2 cm
Hersteller:
Copycat s.r.o.
kristoferpaetau@gmail.com
Schnirchova 662/22, Holesovice
CZ 170 00 Prague
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Lidice
Politische Prosa über NS-Verbrechen, Besatzungsterror und menschliche Würde im Zweiten Weltkrieg
Beschreibung
Heinrich Manns "Lidice" ist eine eindringliche literarische Antwort auf die nationalsozialistische Vernichtung des tschechischen Dorfes Lidice im Jahr 1942. Der Text verbindet dokumentarisches Bewusstsein mit moralisch aufgeladener Prosa und steht im Kontext der deutschsprachigen Exilliteratur, die gegen Barbarei, Geschichtsverfälschung und politische Gleichgültigkeit anschrieb. Mann gestaltet Lidice nicht nur als Schauplatz eines Verbrechens, sondern als Symbol europäischer Leidensgeschichte und unzerstörbarer menschlicher Würde. Heinrich Mann, 1871 geboren und seit 1933 im Exil, gehörte zu den entschiedensten literarischen Gegnern des Faschismus. Bereits in Werken wie "Der Untertan" hatte er autoritäres Denken, Untertanengeist und nationalistische Verblendung analysiert. Seine republikanische Überzeugung, seine Erfahrung politischer Vertreibung und sein humanistisches Ethos bilden den geistigen Hintergrund von "Lidice". Das Buch erwächst aus Empörung, Trauer und dem Willen, Zeugnis abzulegen. Empfohlen sei "Lidice" allen Leserinnen und Lesern, die Literatur nicht als Flucht aus der Geschichte, sondern als Form historischer Erkenntnis verstehen. Manns Text bleibt ein mahnendes Dokument politischer Verantwortung und zeigt, wie Sprache Erinnerung bewahren, Opfer würdigen und Widerstand gegen Unmenschlichkeit leisten kann.