Details
ISBN/EAN: 978-3-95498-618-7
Einband: kartoniertes Buch
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Erschienen am:
30.11.2021
30.11.2021
Sprache:
Deutsch
Deutsch
Umfang:
136 S.
136 S.
Hersteller:
Sandstein Verlag
verlag@sandstein-kultur.de
Goetheallee 6
DE 01309 Dresden
Sandstein Verlag
verlag@sandstein-kultur.de
Goetheallee 6
DE 01309 Dresden
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Die Aquarellkopien antiker Wand- und Marmorbilder im Archäologischen Museum
von Émile Gilliéron u.a.
Beschreibung
Eine Leseprobe finden Sie unter "https://verlag.sandstein.de/reader//98-618_Aquarellkopien" Im Archäologischen Museum der Universität Halle begann gegen Ende des 19. Jahrhunderts der Aufbau einer Sammlung mit Kopien antiker Wandgemälde und Bildern bemalter Grabsteine aus den Vesuvstädten Herculaneum und Pompeji, dem mittelgriechischen Demetrias und Wandmalereien aus Knossos auf Kreta. Diese künstlerischen Aquarellkopien waren präzise Wiedergaben der antiken Darstellungen, ihres Erhaltungszustandes und ihrer Farbigkeit unmittelbar nach der Freilegung. Vom Beginn der Ausgrabungen im 18. Jahrhundert in Herculaneum bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts wurde die Aquarellmalerei als archäologische Dokumentationsform für die antike Freskenmalerei genutzt, bevor die Fotografie sie endgültig ablöste. Die Museumssammlung der Aquarellkopien in Halle, zumeist antiker Mythenbilder, aber auch mit Bildern Verstorbener sowie mit kultischen Palastbildern aus Knossos, wurde vor allem durch den Archäologen Carl Robert (Direktor des Museums von 1890 bis 1920) angelegt. Gemalt wurden die meisten von dem Schweizer Künstler Émile Gilliéron, der in Athen lebte und als bekannter Maler, Zeichner und Restaurator bei vielen Ausgrabungen in Griechenland mitwirkte. Anders als das heutige archäologische Forschungsinteresse, das eher den Intentionen des Auftraggebers, Hinweisen auf den Künstler sowie dem Kontext gilt, ist die weitgehend unbekannte Sammlung der Aquarellkopien im Archäologischen Museum Ausdruck und Ergebnis eines künstlerisch-wissenschaftlichen Forschungsprozesses. Der Katalog dokumentiert die Erforschung antiker Polychromie in der Zeit des Jugendstils von etwa 1890 bis 1910.